Bing beim Abschreiben erwischt?

In einem post auf dem Google-Blog berichtet das Internet-Unternehmen über den signifikanten Anstieg identischer Suchergebnisse bei der Google-Suche und bei Bing, Microsofts Suchmaschine. Natürlich ist es nachvollziehbar das auch ein Internet-Unternehmen wie Google bestrebt ist, seine Assets - in diesem Fall seinen Suchalgorithmus sowie seine Suchergebnisse - zu schützen. Ein Teil dieses Schutzes besteht darin, die eigenen Suchergebnisse mit denen der Konkurrenz zu vergleichen.

Der Anreiz, sich bei den Ergebnissen der Konkurrenz zu bedienen und auf die jahrelange und kostenintensive Eigenentwicklung eines eigenen Algorithmus zu verzichten, ist groß. Offensichtlich war Bing genau diesem Reiz unterlegen - jedenfalls wenn man der Google-Argumentation Glauben schenken möchte.

Um den Verdacht zu prüfen, statte Google mehrere Angestellte mit neuen Laptops aus, auf welchen Windows sowie der IE 8 liefen. Beim IE war Bings Toolbar installiert. Danach machten sich die Google-Suchspezialisten daran, einige Fallen für Bing auszustreuen. Ziel war es, auf völlig absurde Suchbegriffe - wie z.B. "kjhhkHHGujh" - scheinbar relevante Suchergebnisse zu liefern, die mit dem Suchbegriff aber in keinem Zusammenhang standen. Und all diese Suchbegriffe ließen Google seine Angestellten zuhause in Google suchen - mit IE8 und aktivierter Bing-Toolbar.

Es dauerte wenige Wochen bis Bing plötzlich die gleichen Suchergebnisse auf diese völlig abwegigen Suchanfragen lieferte. Wie kann man dies anders als mit blindem Vertrauen in die Qualität der Suchergbnisse der übermächtigen Konkurrenz erklären?

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