Zukunft Cloud?
Was ist Cloud-Computing eigentlich? Im Prinzip bedeutet dies nichts anderes als dass alle Programme und Dokumente im Web laufen bzw. dort gespeichert werden. Dies hat natürlich den Charme, dass man zum einen sich nicht um die Datensicherung kümmern muss, zum anderen muss man nicht mehr die auf dem eigenen Computer installierte Software updaten. Und, es senkt die Ansprüche an die eigene Hardware (hinsichtlich der Rechenpower und des Festplattenspeichers) und macht diese somit billiger.
Was aber hat der Anbieter der Cloud für Vorteile? Da hätten wir natürlich monetäre Anreize, denn nicht alle Cloud-Angebote sind kostenlos, und außerdem kommt bei vielen Anbietern noch die Kundenbindung mit ins Spiel. Wer bei Anbieter A all seine Dokumente zu liegen hat und mit seiner Software arbeitet, wird nicht so schnell zu Anbieter B wechseln. Auch sollte man nicht unterschätzen, wie viel Informationen man beim Arbeiten in der Cloud seinem Anbieter zur Verfügung stellt. Informationen, die er später z.B. in bessere Suchergebnisse einfließen lassen kann.
Dass man sich bei der Datensicherheit nicht ausschließlich auf den Serviceanbieter verlassen sollte - egal wie wohlklingend sein Name und die Versprechen der Werbeprospekte auch sein mögen - hatte zuletzt Google unfreiwillig unter Beweis gestellt, als dem Suchmaschinenspezialisten ca. 150.000 email-Konten abhanden gekommen waren.
Auf der anderen Seite sind die Schutzvorkehrungen der soeben gescholtenen Serviceanbieter natürlich weit besser als alles, was der Privatanwender im Normalfall an Datensicherung betreibt! Und, um nochmal auf Google zurück zu kommen, nach ca. 10 Tagen war eine Lösung für die verschwundenen email-Konten gefunden, die Datenrücksicherung konnte mittels Backup auf Magnetbändern beginnen.
Wie man auch immer zum Cloud-Computing stehen mag, es wird kommen! Die Vorteile sind einfach zu groß. Der Anreiz, die Sicherung von Daten auf professionellere "Schultern" zu stellen, ist verlockend.
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vor 1 Jahr 28 Wochen